Pollenbericht

12. Juni / Pirmin Koster

Damit sich die Allergiker unter uns auf die Pollensaison vorbereiten können, gibt das Meteo täglich Pollenberichte heraus.

Es gibt die Blübeginnprognose, da werden die Blübeginne der verschiedenen allergenen Pflanzenarten prognostiziert. Diese Blübeginne können von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken. Beispielsweise können Hasel und Erlen entweder schon im Januar oder auch erst im März blühen. Die Entwicklung von Pflanzen und damit auch die Blüte ist eng mit der Temperaturentwicklung der Vormonate verknüpft. MeteoSchweiz betreibt Modelle, um den Beginn der Pollensaison der wichtigsten allergenen Arten vorhersagen zu können. Wie jede Prognose ist auch die Blühbeginnprognose mit einem Fehler behaftet, der bei ungefähr plus minus 2–4 Tagen liegt. Je weiter weg das Blühbeginndatum ist, umso ungenauer wird die Prognose. Für die Messstationen in den Alpen und im Jura wird keine Prognose erstellt,da die ersten Pollen an diesen Stationen immer vor der lokalen Blüte mit dem Wind vom Tiefland hertransportiert werden. Diese Transportereignisse können nicht langfristig vorhergesagt werden. Blühbeginnprognosen werden für Hasel, Erle, Esche, Birke und Gräser gemacht, da diese Arten für den grössten Teil der Pollenallergien in der Schweiz verantwortlich sind. Der Beifuss gehört ebenfalls zur Gruppe der wichtigsten allergenen Arten. Sein Blühbeginn fällt jedoch jedes Jahr ziemlich exakt mit dem mittleren Blühbeginn zusammen. Bei den anderen Pollenarten wird der mittlere Blühbeginnzeitpunkt der Periode 1993–2017 angegeben. Blühbeginnprognosen sind nützlich, um sich rechtzeitig auf den Beginn der Allergiebeschwerden einstellen zu können. Hilfreich sind sie vor allem bei der Einnahme von Medikamenten, die zum Teil schon vor oder gleich bei Auftreten der ersten Pollen eingenommen werden müssen, damit sie ihre Wirkung erzielen.

 

Dann gibt es noch die Pollenbelastung des aktuellen Tages. Dort wird aufgezeigt, welche Pollen wo in der Schweiz wie viel in der Luft vorhanden sind. Dort können Allergiker sich informieren, dass sie solche Orte meiden oder sich vorbereiten, könne mit Medikamenten oder mit natürlichen Mitteln. Wichtig für Allergiker ist auch die Wetterprognose, denn wenn es regnet können sie die Wohnung lüften, ohne dass sie Angst haben müssen dass sich zu viele Pollen in der Luft befinden. Deshalb kleiner Tipp für die Allergiker: lüftet eure Wohnung/Zimmer dann wenn es regnet, dann ist die Pollenbelastung tief in der Luft.