Am Rally 2025 in Novo mesto in Slowenien haben neben dem dreiköpfigen Team aus Thomas Bürli, Melven Koch und Eveline Bühler auch noch Fränzi Rölli, Thomas Frei und Michael Koch im Prep-Team mitgewirkt.
Das Rally hat für uns alle schon zwei Tage vor dem eigentlichen Start begonnen. Mit einem kleinen Bus haben wir uns in unser Abenteuer gestürzt und sind durch Österreich gefahren. Den ersten Stopp und auch die erste Übernachtung hatten wir in Innsbruck. Ziemlich erschöpft von der langen Fahrt sind wir direkt in die Federn gefallen und haben uns am nächsten Tag nach einem gemütlichen Zmorge weiter auf die Reise gemacht.
In Bled gab es noch eine kurze Abkühlung im schönen Bleder See, bevor die finale Reise nach Novo mesto fortgesetzt wurde. Dort angekommen checkte das dreiköpfige Prep-Team in der Unterkunft ein, während das dreiköpfige Teilnehmer-Team in ein Hotel eincheckte. So hatten wir noch einen ganzen Abend und den folgenden Tag, um Novo mesto genauer unter die Lupe zu nehmen. Am Abend durften wir schon erste Bekanntschaften mit dem schottischen Team machen. Zu acht waren wir bis in die späten Stunden in Novo mesto unterwegs und haben unsere Gesellschaft bei lustigen Kartenspielen und kühlen Getränken genossen.
Am Samstag, 19. Juli, war es dann endlich so weit und wir konnten unsere Betten in der Unterkunft für das Rally beziehen. Es gab mit allen Teilnehmern einen gemütlichen und offenen Abend, um das erste Eis zu brechen und anzukommen. Am Sonntag startete dann endlich das Rally mit vollem Programm, begonnen mit der Eröffnungszeremonie in den verschiedenen traditionellen Gewändern der teilnehmenden Länder. Mit dem Läuten der Schweizer Kuhglocke hat das Rally offiziell begonnen.
Die erste Session war sehr informativ. Wir wurden darüber aufgeklärt, wie die ganze Woche ablaufen würde, und erhielten viele Inputs, wie die verschiedenen Jugendorganisationen aufgebaut sind und wie wir als Rural Youth durch Interessensvertretung, Freiwilligenarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement wirken können. Ein absolutes Highlight war schlussendlich das Abendprogramm mit dem internationalen Buffet. Jedes Team hat sein Land durch verschiedene Köstlichkeiten repräsentiert – von Fleisch über Käse, Süssigkeiten, salzige Knabbereien bis hin zu Softgetränken gab es alles, was das Herz begehrt.
Am Montag und Dienstag vertieften wir uns ins diesjährige Thema «Youth participation, active citizenship, soft skills development, advocacy and the role of youth organizations in building solidarity and community in rural areas». Jeweils am Abend gab es unterhaltsame Programme, darunter die lustigen und aktiven Bauernspiele, die Quizshow und die Talentshow. Das Team Schweiz konnte bei der Talentshow mit einer Amateur-Zaubershow überzeugen und sogar den dritten Platz ergattern. Es wurde den ganzen Abend viel gestaunt über die vielseitigen Talente der Teilnehmenden. Auch durften einiger von uns im Verlauf des Abends von den Esten das Kartenspiel Durak lernen – und sogar einige Male gewinnen.
Am Mittwoch ging es los zum Exkursionstag. Mit dem Car fuhren die Teilnehmenden in zwei Gruppen durch Slowenien. Eine Gruppe konnte unter anderem ein Weingut besichtigen, während die andere Gruppe bei einer Imkerei vorbeischaute. Nach den unterschiedlichen Destinationen am Exkursionstag wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und konnten den Abend und den Folgetag in kleinen Gruppen bei ihnen verbringen.
Ein Highlight war der ausgiebige Abend mit verschiedenen Gastfamilien, wo wir sogar noch auf eine Schweizer Landjügelerin trafen, die zu der Zeit an einem IFYE-Austausch in Slowenien teilnahm. Nach diesem Abend gab es ein wenig mehr Schlaf als gewohnt. Wir konnten ausschlafen, den Bauernhof der Gastfamilie besichtigen und unternahmen noch eine kleine Wanderung in die Berge.
Das Abendprogramm fand wieder zurück in der Unterkunft in Novo mesto statt, wo wir eine traditionelle Veselica geniessen durften – ein ländliches Fest mit Polka-Musik.
Am Freitag, dem letzten Tag vor der Abreise, hatten wir die Möglichkeit, uns mit Politikern über die vertieften Themen der Woche auszutauschen. Nach der Evaluation der Woche ging es leider schon ans Packen. Der Tag und auch das Rally wurden am Abend mit der Kuhglocke geschlossen. Bereits an diesem Abend flossen einige Tränen, da der Abschied doch schwerfiel. Die Woche war zwar kurz, aber sehr intensiv.
Am Samstagmorgen um neun Uhr haben auch wir uns wieder auf den Weg Richtung Mailand gemacht. Eine letzte gemeinsame Nacht in Mailand und am Sonntag noch ein kurzer Städtetrip bildeten den Abschluss des Rallys für das Schweizer Team, bevor dann die letzte Etappe mit dem Minibus in Angriff genommen wurde und das Team wieder vollständig in der Schweiz ankam. Gemeinsam mit dem Team hat nach über einem Jahrzehnt auch die Schweizer Kuhglocke wieder den Weg in die Schweiz gefunden. Nun wartet sie darauf, am 15. August 2026 das nächste Rally in der Schweiz eröffnen zu dürfen.
Wir möchten nach diesem unvergesslichen Rally noch einen Dank an Movetia und SLJV aussprechen, die mit ihren Beiträgen die Teilnahme am Rally erst ermöglicht haben.
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